Bisher habe ich glaube ich mehr süße als herzhafte Rezepte auf meinem Blog veröffentlicht, aber eine Umfrage auf Instagram vor einiger Zeit hat ergeben, dass du als Leser genauso gerne, wenn nicht noch lieber, herzhafte Rezepte hättest. Das kann ich voll verstehen, schließlich steht man jeden Tag aufs Neue vor der Frage: „Was soll ich heute essen?“. Da habe ich ein Gericht für dich parat, was super einfach zu kochen, sehr gesund, vegan, glutenfrei und super lecker ist. Es geht um mein veganes Blumenkohl-Kichererbsen-Curry mit Süßkartoffel. Wenn du Currys auch so gerne magst wie ich, wirst du dieses Essen lieben. Das Tolle daran ist wirklich, dass es jeder hinbekommt, dass es sich quasi fast von alleine fertig köchelt und dass es sehr gesund und wahnsinnig cremig und lecker ist.



Darum ist mein Blumenkohl-Kichererbsen-Curry mit Süßkartoffel sogar für „Kochmuffel“ geeignet
ANZAHL AN ZUTATEN: Du benötigst nur wenige überschaubare Zutaten, zumindest wenn du einen gewissen Grundstock an Gewürzen schon vorrätig hast. Genauer gesagt brauchst du an frischen Zutaten nur Blumenkohl und eine Süßkartoffel. An „Lagerzutaten“ (ich nenne sie jetzt mal so für jene, die man vielleicht schon im Vorratsschrank bei sich zu Hause lagert oder die du im Supermarkt bei den Konserven und fertigen Lebensmitteln findest) brauchst du eine Dose oder ein Glas Kichererbsen, Kokosmilch, Gemüsebrühe und rote Currypaste. Außerdem folgende Gewürze: Paprikapulver, Currypulver, Majoran, Kümmel und Muskatnuss. Dazu würde ich noch frische grüne Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch empfehlen (ich hatte Petersilie) und etwas Kokos- oder Sojajoghurt on top. Der helle cremige, milde Pflanzenjoghurt harmoniert einfach perfekt zu dem würzigen Curry. Das solltest du unbedingt ausprobieren!
ZEIT: Der Arbeitsaufwand für dieses Gericht hält sich absolut in Grenzen. Du musst eigentlich nur den Blumenkohl waschen und klein schneiden und die Süßkartoffel schälen und würfeln. Wie du dem Rezept dann entnehmen kannst, köchelt das Curry die meiste Zeit vor sich alleine hin und du kannst in der Zwischenzeit entspannt anderen Aufgaben nachgehen ;-).


Diese Zutaten machen mein veganes Blumenkohl-Kichererbsen-Curry mit Süßkartoffel so gesund
Mein Blumenkohl-Kichererbsen-Curry versorgt dich mit jeder Menge gesunder Zutaten, die ein breites Nährstoffspektrum abdecken.
Kichererbsen gehören zu den Hülsenfrüchten und sind eine gute pflanzliche Proteinquelle mit wichtigen essentiellen Aminosäuren. Aber sie enthalten auch viele komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe, die gut und lange satt machen sowie Vitamine, insbesondere B-Vitamine, Vitamin C, E, Beta-Carotin und Folsäure. Weiterhin enthalten sind in Kichererbsen Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Phosphat und Spurenelemente wie Zink und Eisen. Durch den hohen Ballaststoff- und Proteingehalt haben Kichererbsen einen niedrigen glykämischen Index, sodass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr nur langsam ansteigt und der Heißhunger danach ausbleibt.
Blumenkohl ist im Gegensatz zu anderen Kohlsorten gut verträglich und leicht zu verdauen. Er enthält Kohlenhydrate, Eiweiß und Ballaststoffe in einem ausgewogenen Verhältnis und enthält gesunde Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin C, K, B und Kalium. Vitamin C stärkt das Immunsystem, Vitamin K fördert die Blutgerinnung und die Knochengesundheit, B Vitamine sind wichtig für den Energiestoffwechsel und die Bildung von roten Blutkörperchen, Kalium unterstützt die Herzgesundheit und den Elektrolythaushalt und Ballaststoffe fördern die Verdauung und eine gesunde Darmflora.
Süßkartoffeln enthalten viele komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe und fast alle Vitamine, besonders das Beta-Carotin, also die Vorstufe des Vitamin A, und Vitamin C und E sowie Kalium, was den Blutdruck reguliert. Obwohl Süßkartoffeln mehr Kohlenhydrate als normale Kartoffeln enthalten, haben sie einen niedrigeren glykämischen Index und viele Ballaststoffe, sodass man länger satt bleibt und weniger Heißhunger bekommt. Mehr über den Unterschied von Kartoffeln vs. Süßkartoffeln und was Süßkartoffeln so gesund macht, habe ich dir bereits in einem extra Blogbeitrag verraten.
Darum ist Blumenkohl leichter verdaulich als andere Kohlsorten
Blumenkohl enthält weniger schwer verdauliche Ballaststoffe und weniger von dem schwer verdaulichen Kohlenhydrat Raffinose, das in anderen Kohlsorten vorkommt und im Darm von Bakterien fermentiert, was zu Blähungen und Gasbildung führen kann. Außerdem enthält Blumenkohl weniger Schwefelverbindungen (z. B. Glucosinolate) als andere Kohlsorten, welche bei der Verdauung ebenfalls zu Blähungen und Magenbeschwerden führen können. Auch die weiche Textur des Blumenkohls nach dem Kochen erleichtert die Verdauung.
Fazit: Blumenkohl ist durch seinen moderaten Ballaststoffgehalt, den geringeren Anteil an schwer verdaulichen Kohlenhydraten und der weicheren Textur nach dem Kochen leichter verdaulich als andere Kohlsorten.
Im Rezept verwende ich außerdem noch Kümmel, was die Verdauung ebenfalls unterstützt. Besonders die ätherischen Öle im Kümmel wirken krampflösend und gasreduzierend.

Darum bezeichne ich dieses Gericht als hyggelig
Hygge stammt aus dem Dänischen und könnte ins Deutsche mit dem Wort Gemütlichkeit übersetzt werden.
Ich liebe und lebe dieses dänische Lebensgefühl und möchte auch dir ein bisschen was davon abgeben.
Ein wichtiger Teil für das hyggelige Lebensgefühl ist gutes Essen. Am besten etwas, das man zusammen mit anderen am Tisch essen kann, nachdem man an einem Regentag verfroren nach Hause kommt oder einfach Lust auf etwas Warmes im Magen hat. Da bietet sich mein veganes Blumenkohl-Kichererbsen-Curry mit Süßkartoffel perfekt an. Es lässt sich auch perfekt schon im Voraus zubereiten und braucht später dann nur noch aufgewärmt werden. Dann nimmst du mit deiner Familie, Freunden oder auch ganz alleine am Esstisch Platz und füllst dir deinen Teller mit einer großen Kelle warmen Currys, das du dir ganz bewusst schmecken lässt. Du wirst merken, das tut nicht nur deinem Körper, sondern auch deiner Seele gut :-).
Kennst du eigentlich schon meinen zweiten Blog www.danishhygge.de? Hier berichte ich dir von unseren Dänemark und sowie weiteren Urlauben im Norden und teile meine Hygge-Liebe mit dir. Ich freue mich, wenn du dort auch mal vorbeischauen magst.

Darum ist warmes Essen eine Wohltat für den Körper
Hierbei geht es um vielmehr als nur das Gefühl, was sich bei einem warmen Essen, wie diesem veganen Curry, in uns ausbreitet. Ein warmes Gericht erleichtert und fördert die Verdauung, weil Enzyme, die die Nahrung aufspalten, bei körpernaher Temperatur effizienter arbeiten und die Durchblutung des Magens gefördert wird. Kalte Speisen hingegen können die Temperatur im Verdauungstrakt kurzfristig senken und die Enzymaktivität verlangsamen. Um Nahrung aufzuspalten und aufzunehmen, benötigt der Körper eine bestimmte Temperatur, die durch einen Energieaufwand entsteht. Bei kalten Speisen zum Beispiel muss der Körper jede Menge Energie produzieren, um die Verdauung zu erleichtern. Bei warmen Speisen wird der Körper also weniger belastet, was gerade im Winter sinnvoll ist, da er sowieso schon genug Energie bereitstellen muss, um uns warm zu halten. Außerdem wird die physikalische Struktur des Essens durch das Erwärmen und Kochen verändert, wodurch die Lebensmittel leichter verdaulich werden. Einen weiteren Vorteil von warmen Speisen gibt es noch und zwar werden durch das Kochen Keime und Bakterien abgetötet, wodurch Krankheiten und Verdauungsprobleme vermieden werden. Gerade in der Traditionellen Chinesischen Medizin wird ein warmes Essen zur Förderung des inneren Gleichgewichts angesehen und zwar genau aus den hier genannten Gründen, der Förderung der Verdauung und um Krankheiten, wie z.B. Erkältungen vorzubeugen.
Insgesamt helfen warme Speisen, die Verdauung zu beschleunigen und zu erleichtern, indem sie die natürlichen Prozesse im Magen-Darm-Trakt unterstützt und mögliche Hindernisse reduzieren. Warmes Essen ist daher besonders bekömmlich.
Das Rezept für mein veganes Blumenkohl-Kichererbsen-Curry mit Süßkartoffel
Wenn dir das Rezept gefällt, schreib es mir gerne in die Kommentare. Natürlich freue ich mich auch, wenn du mich auf Instagram in deinen Bildern markierst oder mich auf Facebook verlinkst, damit ich deine Kreation sehen und teilen kann. Danke dir! Auch auf Pinterest kannst du mich finden und durch meine zahlreichen Pinnwände stöbern.
Zum Garnieren: Petersilie und Pflanzenjoghurt Guten Appetit!
Zutaten
Zubereitung
Anmerkungen
Lust auf weitere gesunde und leckere Rezepte mit Süßkartoffel und Kichererbsen?
Hast du Süßkartoffeln und Kichererbsen jeweils für sich schon mal in einer süßen Variante probiert? Wenn nicht, habe ich hier zwei Rezepte für dich, die du unbedingt ausprobieren solltest.
Gesunder Süßkartoffel-Schokopudding ohne Haushaltszucker: Die Süßkartoffel sorgt hier für eine tolle Konsistenz und gibt, wie es der Name schon sagt, von Natur aus schon Süße ab. Dies ist das perfekte Dessert für gesundheitsbewusste Naschkatzen und Schokoliebhaber.
Aus Süßkartoffeln kannst du einfach so viel Kreatives zaubern, wie zum Beispiel einen Süßkartoffelaufstrich mit Walnuss. Der einfache Brotaufstrich oder Dip, je nachdem, besteht aus nur fünf Zutaten und ist kinderleicht zuzubereiten.
Achso und noch ein Tipp: Das Abtropfwasser von den Kichererbsen kannst du sogar noch weiterverwerten, also nicht wegkippen! Schau dir mal mein Rezept für ein veganes Johannisbeer-Dessert mit Aquafaba an, dann weißt du, was gemeint ist :-).
Deine Kaja