Basische Ernährung – So schaffst du dir deine Basis mit der es sich besser leben lässt!

von Kaja Kowalski
Basische Ernährung mit grünen Smoothies

Kennst du das? Nach einem Treffen mit manchen Menschen fühlst du dich ausgelaugt und eher schlechter als vorher. Andere wiederum schenken dir neue Kraft und zaubern dir ein Lächeln aufs Gesicht. Was hat das nun mit der basischen Ernährung zu tun? Ganz einfach: Es geht um das Säure-Basen-Gleichgewicht unseres Körpers, das sich am pH-Wert ablesen lässt. Einige Lebensmittel rauben dir Energie, andere versorgen dich mit Energie. Wieso eine basische Ernährung so wichtig ist und wie du sie ganz leicht in deinen Alltag einbauen kannst, erfährst du hier.

Werd nicht sauer, iss lieber basisch! – So funktioniert die basische Ernährung

Die Zellen in unserem Körper lieben den basischen Kraftgeber. Wenn es unseren Zellen gut geht, werden sie genährt und arbeiten auf Hochtouren. In Folge dessen geht es uns auch dir gut. Wenn wir aber nur Fast Food essen und trinken, werden unsere Zellen verseucht und lassen uns schlapp und ausgelaugt fühlen. Natürlich reden wir hier nicht von einem totalen Verbot der kraftraubenden Lebensmittel. Wie alles im Leben sind auch sie natürlich in Maßen erlaubt. Wenn du dich nach dem guten Gefühl einer großen Portion Fast Food sehnst, sollst du darauf nicht verzichten müssen. Denke aber daran, dass es dir auf Dauer dadurch eher schlechter gehen wird und dass es etwas Besonderes für dich bleiben sollte!

Hat unser Körper etwa auch einen pH-Wert?

Ja, alles hat einen pH-Wert, auch der Mensch. Der Schlüssel zu deiner inneren Ausgewogenheit und Gesundheit ist ein leicht basischer pH-Wert. Wenn etwas neutral ist, hat es einen pH-Wert von 7. Oberhalb von 7 ist es basisch, unterhalb sauer. Je basischer dein inneres Milieu ist, umso mehr Sauerstoff ist in deinem Körper vorhanden. Dein Körper funktioniert nur innerhalb eines sehr engen pH-Bereiches. Der ideale ph-Wert liegt bei 7,365. Leider ist es wesentlich leichter, sauer zu werden als basisch. Dein Körper hat ohnehin schon genug mit natürlich vorkommenden Säuren zu tun, die durch die Atmung, Stoffwechsel, Zellabbau und Bewegung entstehen. Wenn du ihm dann dazu noch jede Menge weitere Säuren hinzufügst, kannst du deinen Körper überfordern und er wird krank. Im schlimmsten Falle kann dadurch sogar Krebs entstehen. Zumindest haben viele Krebspatienten einen sauren pH-Wert. Auch schaffen wir mit einem sauren pH-Wert einen idealen Nährboden für Viren und Bakterien, die sich so schneller in uns einnisten.

Wie kann ich meinen pH-Wert beeinflussen?

Aber keine Angst, noch hast du die Zügel selbst in der Hand- sorge dafür, dass sich dein pH-Wert leicht ins basische Milieu verschiebt, indem du darauf achtest, mehr basische Nahrung zu dir zu nehmen, wie zum Beispiel Salate, Gemüse, grüne Säfte und bestimmte Getreidearten. Neben der Ernährung solltest du aber auch darauf achten, dich genug zu bewegen, nicht zu rauchen und nicht zu viel Stress zu haben. Denn auch diese Faktoren machen deinen Körper sauer. Durch emotionalen Stress werden säurebildende Hormone wie Adrenalin und Cortisol freigesetzt.

Wie kann ich meinen pH-Wert testen?

Deinen ph-Wert kannst du an deinem Urin ablesen und zwar mit Lackmus-Teststreifen aus Papier, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. Das Lackmuspapier ändert seine Farbe, wenn es mit Säuren oder Basen in Berührung kommt. So eine Messung ist aber nicht ganz einfach. Weil der pH-Wert schwankt, solltest du, wenn du es wirklich wissen willst, eine Woche lang mehrmals am Tag deine Werte messen. Ich weiß, das macht wahrscheinlich sowieso keiner, ich selbst ja auch nicht;) Aber zumindest solltest du davon gehört haben, dass sowas geht und für die ganz Interessierten unter uns :P…

Was passiert, wenn ich direkt nach einer sauren Mahlzeit meinen pH-Wert messe?

Dein Körper funktioniert aber auch nicht immer nach Lehrbuch. Wenn zum Beispiel einer, der einen sehr sauren pH hat, einen Burger essen geht und anschließend sein pH-Wert misst, wird dieser in Folge dessen vermutlich erstmal basisch sein. Klingt erstmal paradox, weil tierische Produkte generell erstmal sehr stark säurebildend sind. Im Körper dieses Menschen, der also sowieso schon sehr sauer war und nun noch zusätzlich ein säurebildendes Produkt isst, kommt es in Folge dessen zu einer Überreaktion. Sein Körper wird von all den Säuren so überfordert sein, dass er Basen bildet, um diese Säureüberschwemmung zu bekämpfen. Er ist bei dieser Messung also nur basisch, weil er vorher zu sauer gewesen war. Also niemals sofort nach dem Essen messen, damit die Ergebnisse nicht verfälscht werden.

Aber nicht nur mit grünen Nahrungsmitteln macht du deinen Körper basisch, auch basische Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Kalium sorgen für ein basisches Milieu.

Wie sollte eine basische Ernährung genau aussehen?

Zur basischen Ernährung gehören also grüne und farbige Blattgemüse, Blattsalate, Weizengras, Sprossen, einige Früchte, Nüsse und Samen, Körner, Algen, grüne Säfte und Smoothies sowie genügend Wasser. Sie versorgen deinen Körper mit Chlorophyll, Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Nährstoffen, Ballaststoffen und Sauerstoff. Dieser Sauerstoff gibt deinen Zellen Energie und stärkt sie. Ein wichtiger Physiker stellte bereits fest, dass Krebs eine wesentliche Ursache hat, nämlich die Ersetzung der normalen Sauerstoffatmung im Körper durch eine anaerobe Zellatmung. Krebszellen sind also anaerob, sie gedeihen in einer sauerstoffarmen Umgebung. Je mehr basische und sauerstoffhaltige Lebensmittel du aufnimmst, desto weniger werden sich Krebszellen in dir vermehren können.

Du möchtest gerne mehr basisch kochen, aber dir fehlen noch die Ideen?

Dann sollte dieses Säure-Basen-Kochbuch Abhilfe schaffen. Jede Menge gesunde Rezepte für die basische Küche erleichtern dir den Einstieg in die basische Ernährung.

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Warum hängen die basische Ernährung und Chlorophyll zusammen?

Zu den am meisten basischen Lebensmitteln gehören Weizen- und Gerstengras. Sie strotzen nur so vor Chlorophyll, dem grünen Blut der Pflanzen, das auch unseren Körper mit reichlich Sauerstoff versorgt. Chlorophyll hat auch bei uns Menschen eine blutbildende Wirkung und verbessert die Fähigkeit unserer Zellen, Sauerstoff zu transportieren. Chlorophyll stärkt das Immunsystem, lindert Entzündungen und wirkt der Bildung freier Radikale entgegen. Wie du dir schon denken kannst, sind Nahrungsmittel mit viel Chlorophyll grün: Spinat, grüner Spargel, grüne Paprika, Brokkoli, grüne Oliven, Grünkohl, Lauch … Am besten ist es, diese Lebensmittel roh zu verzehren. Aber auch das schnelle Dämpfen, kurze Anbraten oder Blanchieren sind eine gute Option. Hauptsache dein Gemüse bleibt schön knackig. Vor allem bei einem empfindlichen Magen, empfiehlt es sich, das Gemüse kurz anzudünsten.

Basische-Ernährung-Grüne-Smoothies

Grüner Smoothie – basisch ernähren

Was passiert, wenn mein Körper übersäuert?

Je saurer dein inneres Milieu ist, desto mehr freie Radikale bilden sich auch in dir, die deine Zellen zerstören und dich krank machen. Nun kannst du diese Situation mit einer basischen Ernährung zwar verbessern, jedoch solltest du noch zusätzliche Antioxidantien zu dir nehmen, welche diese freien Radikale einfangen und unschädlich machen. Antioxidantien findet man überwiegend in pflanzlicher Nahrung in Form von sekundären Pflanzenstoffen. Sie verleihen den Pflanzen ihre typische Farbe und den typischen Geschmack. Ein paar Beispiele sind das beta-Carotin, was wir vor allem in orangen Lebensmitteln finden, wie Süßkartoffeln, Karotten und Kürbis. Es wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Das Lycopin kommt u.a. in Tomaten und Wassermelonen vor und schützt vor Prostatakrebs. Resveratrol kommt in roten Trauben, Heidelbeeren und Rotwein vor und trägt zu einer verlängerten Lebensdauer bei. Darum leben die Franzosen auch oft länger, da sie so viel Rotwein trinken! Das Quercetin kommt in Äpfeln und Zwiebeln vor und schützt vor Herzkrankheiten.

Hier findest du nochmal die wichtigsten basischen und sauren Lebensmittel im Überblick

Und denke dran, das Verhältnis deiner Nahrung für die basische Ernährung sollte ungefähr 60 zu 40 betragen, d.h. 60% basisch und 40% sauer.

Basische Lebensmittel: 

  • Mandeln, Paranüsse, Sesamsamen, Leinsamen
  • Avocados
  • kaltgepresste Öle
  • Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth, Hirse, Buchweizen
  • Gräser, wie Weizen- und Gerstengras
  • grünes Gemüse
  • grüne Smoothies
  • Zitronen, Limonen und Grapefruit ( auch wenn diese sauer sind, haben sie im Körper eine basenbildende Wirkung!!)
  • Linsen und Hülsenfrüchte
  • Oliven in Öl
  • rohe Tomaten ( gekochte dagegen sind leicht säurebildend)
  • Kartoffeln
  • Meeresalgen
  • Sprossen
  • Stevia

saure Lebensmittel:

  • Alkohol
  • tierisches Eiweiß
  • Zigaretten, Pestizide, Konservierungsstoffe
  • Honig, brauner Zucker, weißer Zucker, Fruktose, Zuckeraustauschstoffe
  • stark verarbeitete Lebensmittel
  • Ketchup, Mayo, Senf
  • Natriumglutamat
  • verarbeitete Öle
  • weißes Brot, weiße Nudeln, weißer Reis
  • einige Hülsenfrüchte wie Kichererbsen sind leicht säurebildend, aber trotzdem ein wichtiger Proteinlieferant in unserer Ernährung
  • Limonade, Energy Drinks, Sportgetränke
  • Kochsalz ( besser: Meersalz)
  • Hefe und Essig ( außer: roher Apfelessig)
  • Sojasauce

Ein besonders gesundes basisches Lebensmittel ist das Gerstengras. Für mehr Infos klicke hier.

Was du über die basische Ernährung auch noch wissen solltest…

  • Kaffee ist gar nicht der Übeltäter im Hinblick auf Übersäurerung wie du dir vielleicht denkst. Du brauchst gar nicht auf deinen Kaffee zu verzichten. Zwar regt Kaffee die Magensäure an, doch der Stoffwechsel übersäuert dadurch nicht. Vielmehr enthält Kaffee basische Mineralstoffe und trägt somit sogar zu einem leichten Basenüberschuss bei. Wenn du auf Säurebildner verzichten willst, lass lieber die Milch im Kaffee weg.
  • Achte wenn du Fisch verzehrst darauf, auch immer ein paar grüne Beilagen dazu zu essen, denn Fisch ist ein starker Säurebildner. Trotzdem ist er sehr gesund, da er uns mit Omega-3-Fetten und wichtigen Proteinen versorgt.
  • Milchprodukte stärken zwar unsere Knochen und beugen Osteoporose vor, ABER das Eiweiß wird im Körper zu Säure abgebaut. Um diese Säuren zu neutralisieren zeiht der Körper basische Mineralien heran, auch Kalzium aus den Knochen. Und damit steigt das Osteoporose-Risiko wieder.

Also denk dran

  • dein Körper ist darauf ausgelegt, innerhalb eines engen pH-Spektrums zu funktionieren und zwar leicht basisch
  • freie Radikale schädigen deine Zellen und können mit mit Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen bekämpft werden
  • iss mehr grüne basischen Nahrungsmittel und weniger saure Speisen

Die Infos aus diesem Beitrag habe ich mir zum Teil aus diesem Buch angelesen

Die Autorin Kris Carr weiß, wie man Sachbücher unterhaltsam und abwechslungsreich gestalten und mit Inhalt füllen kann. Die Infos sind echt sehr interessant und das Buch ist witzig und unterhaltsam geschrieben.

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