Genial einfache Quinoa-Pizza (vegan und glutenfrei)

von Kaja Kowalski
Einfache Quinoa-Pizza mit Basilikum, Oliven

Ein Pizzaboden aus Quinoa – und das soll funktionieren? Meine einfache Quinoa-Pizza macht`s möglich. Du benötigst kein Mehl, wodurch diese Pizza-Alternative glutenfrei und bestens geeignet bei Unverträglichkeiten ist. Stattdessen besteht der „Pizzaboden“ aus gemahlener Quinoa, Leinsamen, Öl und Wasser. Belegen kannst du deine Quinoa-Pizza dann nach Lust und Laune. Das ist mal eine ganz neue Art von Pizza, die du dir nicht entgehen lassen solltest und die nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch noch mit super gesunden Zutaten und wertvollen Nährstoffen punktet.

Einfache Quinoa-Pizza auf einem Backblech
Quinoa-Pizza

Was macht die einfache Quinoa-Pizza so gesund?

Quinoa ist ein sogenanntes Pseudogetreide. Es enthält viel mehr Mineralien als herkömmliches Getreide und ist ein toller pflanzlicher Eiweißlieferant!

In der Tat versorgt uns das glutenfreie Powerkorn mit jeder Menge hochwertigem Eiweiß und das Ganze auf komplett pflanzlicher Basis. Quinoa gehört zu den pflanzlichen Lebensmitteln, die alle essenziellen Aminosäuren enthalten und damit eine vollständige und wertvolle Proteinquelle ergeben. Damit eignet sich meine Quinoa-Pizza auch bestens für Sportler oder Menschen, die Wert darauf legen, ihren Eiweißbedarf gut zu decken. Und natürlich sowieso für alle, die wie ich an einer Getreide- oder Glutenunverträglichkeit leiden. Da ist dieser verträglichere Pizzaboden ein echter Jackpot! Gesund, glutenfrei und nur wenige Zutaten, was will man mehr?!

Nicht ohne Grund gilt Quinoa als Superfood. Es ist reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen, Kalium, Zink und Kalzium. Außerdem enthalten sie jede Menge Ballaststoffe, welche die Verdauung unterstützen und die Darmgesundheit fördern. Sie sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Somit werden Heißhungerattacken vorgebeugt. Sowieso weist Quinoa einen niedrigen glykämischen Index (GI) auf, was bedeutet, dass Quinoa den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt, als andere Getreide. Quinoa ist außerdem noch reich an sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien, welche die Zellen vor freien Radikalen schützen und den Körper vor oxidativem Stress bewahren.

Neben dem Quinoa sind in meinem Pizzaboden auch noch Leinsamen enthalten. Diese sind reich an Omega-3-Fettsäuren, welche entzündungshemmend wirken und die Herzgesundheit fördern können. Außerdem enthalten sie, genau wie Quinoa auch schon, reichlich Ballaststoffe, welche die Verdauung fördern, für ein längeres Sättigungsgefühl sorgen und den Blutzuckerspiegel stabil halten. Leinsamen sind daneben noch reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen.

Natürlich ist an diesem Rezept nicht nur der Pizzaboden, sondern auch die Soße so gesund. Was genau die Soße ausmacht, erfährst du im nächsten Absatz.

Einfache und gesunde Pizzasoße ohne Tomaten selber machen

Ja, du hast richtig gelesen. Meine Pizzasoße enthält keine Tomaten und ist damit auch verträglich bei einer Histaminintoleranz. Außerdem wollte ich einfach mal was Neues probieren. Tomatensoße ist der Klassiker unter den Pizzasoßen und generell Soßen. Darum habe ich mich in diesem Rezept für andere Gemüsekomponenten entschieden, welche zusammen eine köstliche Pizzasoße ergeben. In meiner Soße findest du Paprika und Möhren, welche mit Gemüsebrühe püriert und mit Gewürzen verfeinert werden. Nimm für die Farbe und den Geschmack am besten rote Paprika. Paprika ist nicht nur super aromatisch und lecker, sondern auch noch richtig gesund! Sie enthält mehr Vitamin C als Orangen und ist somit wirklich ein absoluter Vitamin C-Spitzenlieferant! Vitamin C stärkt das Immunsystem, fördert die Eisenaufnahme und wirkt antioxidativ. Daneben ist Paprika reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Beta-Carotin und Zeaxanthin, welche die Augen- und Hautgesundheit unterstützen und die Zellen vor freien Radikalen schützen. Im Rohzustand kann Paprika durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen oft Blähungen verursachen, was im gekochten oder gegarten Zustand, wie in diesem Rezept, aber weniger der Fall ist. Kurz gesagt: Paprika ist kalorienarm und sehr reich an Vitaminen und Antioxidantien.

Auch Möhren sind richtige Gesundheitsbooster. Ihre orange Farbe verdanken die Möhren dem Beta-Carotin, das vom Körper in Vitamin A umgewandelt wird und stark antioxidativ wirkt. Genau wie die Paprika auch schon, sind sie reich an Ballaststoffen, welche die Darmgesundheit fördern und für eine gesunde Verdauung unerlässlich sind. Mehr zum Thema Ballaststoffe findest du übrigens in meinem hierzu extra verfassten Beitrag „Ballaststoffe fördern die Darmgesundheit: Arten, Wirkung und Tipps„. Wenn es dir schwerfällt, genug Gemüse am Tag zu dir zu nehmen, ist eine Gemüsesoße mit mehreren Gemüsesorten, die einfach zusammen püriert werden, eine super Idee. Auch Kinder nehmen somit oft viel mehr Gemüse auf als wenn dieses einzeln auf dem Teller liegen würde. Natürlich liefern auch Möhren jede Menge Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium und Vitamine wie Vitamin B und K. Insgesamt sind sie sehr kalorienarm, gesund und gut sättigend.

Quinoa-Pizza auf Backpapier
Quinoa-Pizza auf Backpapier

Warum das einfache Quinoa-Pizza Rezept perfekt geeignet für Menschen mit Unverträglichkeiten ist

Wenn du an einer Unverträglichkeit leidest und in deiner Nahrungsmittelauswahl eingeschränkt bist, lass bloß nicht den Kopf hängen und denke nicht, dass du nichts Leckeres mehr essen darfst! Es gibt so viele tolle Alternativen und Produkte, die du nutzen kannst, um bestimmte Lebensmittel zu ersetzen. Es gibt also einen sehr guten Weg, den du einschlagen kannst. Man muss nur wissen, wie der aussehen soll. Das richtet sich natürlich nach den Lebensmitteln, die du nicht verträgst und für die du einen Ersatz suchst. Ich finde, wenn man erstmal verstanden hat, was man verträgt und was nicht und dass es so viele köstliche Alternativen gibt, ist es gar nicht mehr so schlimm auf einiges verzichten zu müssen. Manchmal ergeben sich gerade dadurch ganz neue Möglichkeiten und man entdeckt kulinarisch ganz neue Dinge.

Das Tolle an meiner Quinoa-Pizza ist, dass sie den herkömmlichen Pizzaboden aus glutenhaltigem Getreide mit gesundem glutenfreiem Quinoa ersetzt. Natürlich gibt es auch andere glutenfreie Getreidesorten und Mehle wie Buchweizenmehl, glutenfreies Hafermehl, Hirsemehl und Co., die sich ebenfalls prima für einen glutenfreien Pizzateig eignen würden. Hier möchte ich dir aber einfach mal etwas Anderes zeigen, als das was man so kennt. Falls du bisher also immer nur in die Richtung eines Pizzateiges mit Mehlen gedacht hast, siehst du mit diesem Rezept für eine Quinoa-Pizza, dass es auch ganz anders und abwechslungsreicher geht.

Du tust deinem Körper mit dieser veganen und glutenfreien Quinoa-Pizza definitiv nur Gutes. Alle Zutaten sind speziell vegan und glutenfrei ausgewählt und sollten für dich bestens verträglich sein. Falls doch etwas dabei ist, was du nicht verträgst gibt es auch dafür sicherlich passende Alternativen. Gerade bei den Toppings kannst du ja ganz frei entscheiden, was du verträgst und magst. Ich habe dir im nächsten Absatz ein paar Topping-Ideen aufgeschrieben, wovon du dich gerne inspirieren lassen kannst.

Vegane Topping-Ideen für deine Quinoa-Pizza

Ich gebe es zu, ich war nicht ganz so experimentierfreudig und habe mich für nur wenige Toppings für meine Quinoa-Pizza entschieden. In diesem Fall waren es Oliven, Basilikum und veganer Käse. Hier kann man aber natürlich noch so vieles mehr als Pizzabelag verwenden, was auch vegan und glutenfrei ist. Du könntest deine Quinoa-Pizza klassisch mit Gemüse belegen, wie Zucchini, Auberginen, Zwiebeln, Pilzen, Brokkoli, Mais oder Artischocken. Auch Kapern sind eine tolle Topping-Idee und bringen noch eine extra salzige Note mit. Als Topping eignen sich auch Nüsse und Samen wie Walnüsse, Cashewkerne, Pinienkerne, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne perfekt. Ich bin auch immer ein Fan von einer frischen fruchtigen Komponente, welche die restlichen herzhaften Zutaten nochmal richtig aufwertet und geschmacklich unterstreicht. In diesem Fall dachte ich an Granatapfelkerne. Diese sind nicht nur schön fruchtig, süß-säuerlich und frisch, sondern auch noch wahnsinnig gesund. Wenn du die fruchtige Note auf deiner Pizza magst, gibt es hier ja noch weitere Möglichkeiten, wie Äpfel, Birnen oder auch Ananas. Aber hier unterscheiden sich die Geschmäcker ja bekanntlich stark. Deiner Kreativität sind bei den Toppings keine Grenzen gesetzt. Belege deine Pizza einfach ganz individuell mit den Zutaten, die du magst.

Quinoa-Pizza auf einem Backblech
Quinoa-Pizza

Das beste einfache Quinoa-Pizza Rezept

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Einfache Quinoa-Pizza mit Basilikum, Oliven

Quinoa-Pizza

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Portionen: 2 Zubereitungszeit: Koch-/ Backzeit:
Nutrition facts: n/a calories n/a fat
Bewertung 4.7/5
( 3 Votes )

Zutaten

Für die Pizza-Böden:

  • 150 g Quinoa
  • 15 g Leinsamen + 40 ml Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 75 ml Wasser
  • 1 EL Apfelessig
  • Salz

Für die Soße:

  • 1 rote Paprika
  • 1 Möhre
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Öl
  • Salz, Pfeffer, Oregano

Für den Belag: Nach Belieben belegen. Zum Beispiel mit...

  • Oliven
  • veganer Käse
  • Basilikum

Zubereitung

  1. Für den Boden das Quinoa in einem Topf mit 400 ml Wasser aufkochen und ca. fünf Minuten garen lassen. Auch wenn es noch nicht gar ist, das Wasser dann abgießen und das Quinoa abkühlen lassen.
  2. Die Leinsamen in 40 ml Wasser ca. 20 Minuten quellen lassen.
  3. Das abgekühlte Quinoa zusammen mit den Leinsamen, Salz, Olivenöl, Apfelessig und Wasser in einen Standmixer geben und pürieren. Es sollte dann eine sämige Masse entstehen, die man auf einem Backblech verteilen kann.
  4. Den Teig als zwei kleine runde Pizzen auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen.
  5. Nun geht es an das Vorbereiten der Soße. Hierfür die Paprika waschen, entkernen und klein schneiden. Die Möhre schälen und ebenfalls klein schneiden. Beides in einem Topf in etwas Öl kurz andünsten und mit der Gemüsebrühe ablöschen.
  6. Die weich gekochten Möhren- und Paprikastücke zusammen in den Standmixer füllen. Pürieren und ca. 2-3 EL (nach Bedarf) von der Gemüsebrühe dazu geben, sodass eine Soße entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen.
  7. Wenn die Pizzaböden fertig gebacken sind, aus dem Ofen holen und mit der Soße bestreichen. Nach Wahl belegen und nochmals für ca. 5 Minuten in den Ofen schieben, damit der vegane Käse schmilzt.

Anmerkungen

Guten Appetit!

Quinoa-Pizza Rezept
Glutenfreie Quinoa-Pizzen auf einem Backblech

Weitere Rezepte mit Quinoa

Quinoa lässt sich so vielfältig verwenden. Sei es als Quinoa-Salat, als Grundlage für Bratlinge oder in Form von Quinoa-Nudeln, da sollte jeder fündig werden! Und das Beste daran: Quinoa ist so gesund und wertet jede Mahlzeit mit wertvollen Nährstoffen auf! Welche genau das sind, hast du in diesem Beitrag ja auch schon erfahren! Klicke dich gerne einmal durch meine Rezeptvorschläge, ich habe auch schon einiges ausprobiert und möchte Quinoa nicht mehr missen!

Weitere Rezepte mit Quinoa werden in Zukunft definitiv noch folgen. Ich bin jetzt nochmal so richtig auf den Geschmack gekommen und haben große Lust, mich mit Quinoa noch mehr kreativ in der Küche auszutoben. Denn einfach nur klassisches Quinoa ist mir oft zu langweilig. Wenn man daraus etwas Kreatives zaubert allerdings, kann es richtig spannend und super lecker sein! Wenn du spezielle Wünsche oder Anregungen für weitere Rezepte mit Quinoa hast, lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. Ich lasse mich auch immer gerne inspirieren!

Deine Kaja

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