Foodblogger-Equipment ohne Schnick Schnack

von Kaja Kowalski
Foodblogger-Equipment

Um mit deinem Herzensprojekt Foodblog so richtig durchstarten zu können, brauchst du einiges an Equipment, aber sicherlich auch nicht so viel, dass du nun in Panik verfallen müsstest. Im Gegenteil, eigentlich ist es ganz übersichtlich. Natürlich gibt es Foodblogger, die super erfolgreich sind und sich in Dimensionen bewegen, in denen Geld für gutes Equipment gar nicht mehr zählt. Ich gehe aber nun mal davon aus, dass du entweder noch am Anfang stehst oder auch bereits fortgeschritten bist und deine Ausgaben gerne geringer halten, aber trotzdem das bestmögliche Equipment haben möchtest, um mit deinem Foodblog erfolgreich sein zu können. Ich zeige dir in diesem Beitrag, welches Foodblogger-Equipment du wirklich benötigst, ohne Schnick Schnack und auf den Punkt gebracht. Das sind natürlich alles nur meine Erfahrungen, mit denen ich aber bis dato immer ausreichend versorgt war und sehr gut gefahren bin!

Dieses Foodblogger-Equipment sollte jeder Foodblogger haben

1. Kamera für Foodblogger: Eine Spiegelreflex- oder Systemkamera plus Objektiv und Speicherkarte
2. Einen Laptop oder Computer mit farbenfrohem Display und viel Speicherplatz
3. Ein Kamerastativ
4. Eine Tageslichtlampe
5. Einen Untergrund, evtl. auch Hintergrund und Styroporplatte für Foodfotos
6. Props für Foodfotos
7. Ein gutes Bildbearbeitungsprogramm
8. Ein gutes Smartphone und Handyhalterung

Kurze Anmerkung vorab: Ich habe mein Foodblogger-Equipment insgesamt schon länger und bin sehr zufrieden damit. Ich weiß zwar, auf welche Foodblogger Ausrüstung und Zubehör es im Allgemeinen ankommt, kenne mich aber nicht im Detail mit jedem einzelnen Equipment aus. Das heißt, ich bin kein Kamera-, Laptop- oder Handyexperte. Gerade bei der Kamera gibt es Kollegen, die sich auf dem Gebiet noch um einiges besser auskennen als ich und sich auch eher als Foodfotograf als als Foodblogger bezeichnen würden. Ich sehe mich als eine Mischung von beidem an :-).

Spiegelreflexkamera Foodblogger-Equipment
Spiegelreflexkamera Foodblogger-Equipment

Kamera für Foodblogger: Eine Spiegelreflex- oder Systemkamera plus (Festbrennweite)-Objektiv und Speicherkarte

Mit das wichtigste Foodblogger-Equipment ist eine qualitativ gute Kamera mit wechselbarem Objektiv. Mittlerweile gibt es zwar auch Smartphones mit guten Kameras, ich würde für die Foodfotos aber doch immer meine Kamera bevorzugen. Das Smartphone kommt als Foodblogger sowieso oft genug zum Einsatz, aber dazu später mehr. Ich würde dir als Foodblogger eine Spiegelreflexkamera oder eine spiegellose Systemkamera empfehlen, habe aber selber nur Erfahrung mit meiner Spiegelreflexkamera von Canon. Um dir noch etwas mehr Auswahl zu bieten, habe ich mich kurz informiert, was es noch so gibt und bin dabei auf die spiegellose Systemkamera gestoßen. Wo liegen da nun genau die Unterschiede? Im Prinzip unterscheidet sie nur der Spiegel, der in der Spiegelreflexkamera verbaut ist, in der spiegellosen Systemkamera aber nicht. Die Systemkamera funktioniert auch ohne den Spiegel und ist um einiges leichter und kompakter als die Spiegelreflexkamera. Das Vorhandensein des Spiegels ist gleichzusetzen mit dem Sucher, durch den man bei der Spiegelreflexkamera sein Objekt fokussiert. Bei der spiegellosen Systemkamera fehlt der Sucher, hier wird das Bild direkt auf dem elektronischen Display abgelichtet. Die meisten Spiegelreflexkameras haben diese Funktion aber auch integriert. Es kommt also darauf an, ob du den Sucher benötigst, um dein Objekt möglichst real zu sehen, bevor du es ablichtest oder ob es dir reicht, wenn du dein Objekt direkt in digitaler Ablichtung siehst. Das ist aber auch das einzige, was ich bisher darüber weiß, darum möchte ich hier auch nicht weiter in die Tiefe gehen. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass du dir eine gute Kamera (am besten eine von den beiden vorgestellten Kameratypen) zulegst, damit du deine Bilder im hochauflösenden RAW-Format ablichten kannst und die Möglichkeit hast, mit Objektiven zu spielen. Zu Beginn hatte ich nur eine Spiegelreflexkamera mit dem dazu mitgelieferten Objektiv, merkte aber schnell, das mir das alleine nicht reichte. Das Objektiv sorgt im Endeffekt dafür, dass du dein Motiv noch besser in Szene und ins beste Licht rücken kannst. Ich hatte zuerst nur ein 100 mm Zoom-Objektiv. Das 50 mm Objektiv mit Festbrennweite ist aber das, was ich mittlerweile fast nur noch nutze und was ich auch jedem Foodblogger ans Herz legen würde. Festbrennweitobjektive sind einfach viel besser bei schlechteren Lichtverhältnissen. Klar bist du bei der Brennweite weniger flexibel und musst auch mal auf einen Stuhl steigen, um dein Essen komplett aufs Bild zu bekommen oder näher rangehen für eine Nahaufnahme, dafür ist das Festbrennweitobjektiv viel lichtstärker und das Licht ist bei der Foodfotografie definitiv von zentraler Bedeutung. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, google einfach mal danach, das Internet ist voll davon ;-). Wenn du dann deine Kamera und ein passendes Objektiv hast, brauchst du nur noch eine Speicherkarte, damit du deine Bilder ganz easy übertragen kannst.

Ich habe eine Spiegelreflexkamera und zwar die Canon EOS 2000D, schon ein älteres Modell, aber ich bin immer noch sehr zufrieden :-). Gerade für Anfänger ist sie perfekt und auch für Fortgeschrittene meiner Meinung nach noch absolut ausreichend!

Dazu nutze ich (eigentlich fast immer) das 50 mm Festbrennweitobjektiv, ebenfalls von Canon.

Meine Speicherkarte habe ich auch schon seitdem ich meine Kamera nutze, spricht auch für die Qualität :-).

Laptop hp Foodblogger-Equipment
Laptop hp Foodblogger-Equipment

Einen Laptop oder Computer mit farbenfrohem Display und viel Speicherplatz

Die meiste Zeit verbringe ich tatsächlich am Laptop, mein Arbeitsgerät und Foodblogger-Equipment Nummer 1! Dort schreibe ich meine Blogbeiträge und verwalte meinen Foodblog generell. Außerdem nutze ich ihn für die Bildbearbeitung. Gerade beim Fotografieren vom Essen ist es wichtig, dass es farbenfroh und gut belichtet ist. Klar sollte man beim Ablichten direkt auf gutes Licht etc. achten, es ist aber trotzdem sinnvoll und wichtig, die Bilder anschließend zu bearbeiten und das Beste aus ihnen rauszuholen. Ich hatte lange Zeit einen Laptop mit mattem Display, als noch nicht klar war, dass ich so viel Zeit und Arbeit in die Bildbearbeitung stecken würde. Durch das matte Display habe ich die Farben oftmals zu doll bearbeitet, so dass es auf dem Laptop gut aussah. Auf dem Handy mit farbenfrohem Display sah das dann leider oft zu krass aus, sodass ich doppelte Arbeit hatte und nochmal korrigieren musste. Ich würde dir hier raten, direkt einen Laptop mit farbenfrohem Display anzuschaffen. Mindestens genauso wichtig ist aber auch der Speicherplatz deines Laptops. Glaube mir, als Foodblogger benötigst du aufgrund der Menge an Bildern, die du mit deiner Kamera machen wirst, sehr viel Speicher. Besser ist es, hier etwas mehr zu zahlen, als sich hinterher darüber zu ärgern ;-).

Ich habe mich aufgrund des farbenfrohen Displays und des für mich ausreichenden Speichers für den Laptop HP 15s-eq2157ng entschieden:

Ein Kamerastativ

Jeder Foodfotograf sollte ein Kamerastativ haben und wird es auch brauchen! Die erste Zeit mit meiner Kamera habe ich ohne Stativ fotografiert, später habe ich mir dann aber doch eines angeschafft, um beim Fotografieren flexibler zu sein. Warum flexibel? Weil man die Kamera manuell darauf einstellen kann, auch bei schlechteren Lichtverhältnissen das Motiv heller ablichten zu können. Die Belichtungszeit kann durch das Stativ verlängert werden, ohne dass das Bild verwackelt. Außerdem kann man das Fotoset aufbauen und das Ganze auch zwischendurch immer durch die Kamera betrachten, ohne dass sich der Winkel ändert.

Eine Tageslichtlampe

Ausreichend gutes Licht ist beim Fotografieren unerlässlich. Besonders im Herbst und Winter, wenn es schon früh dunkel wird, braucht man eine extra Lichtquelle. Vermeide wo es geht künstliches Licht und greife am besten auf eine Tageslichtlampe zurück. Wenn diese dann auch noch einen Durchlichtschirm hat, sodass sich das Licht gut streut, kannst du auch im Dunkeln gute Fotos machen, wobei ich doch immer noch am liebsten im Hellen und bei Sonnenschein fotografiere. Aber man muss halt flexibel und für alles gerüstet sein ;-).

Einen Untergrund, evtl. auch Hintergrund und Styroporplatte für Foodfotos

Wir bleiben bei der Foodfotografie. Hierfür benötigt man wohl das meiste Foodblogger-Equipment in Form von Kleinkram. Um dein Essen perfekt in Szene zu setzen, brauchst du, wie bei eigentlich jedem Foto, wo du ein Objekt ablichtest, einen passenden und ansprechenden Untergrund und evtl. auch Hintergrund. Je nachdem welchen Stil du bei deinen Foodfotos verfolgst, solltest du dir einen dazu passenden Untergrund/ Hintergrund anschaffen. Beim Moody-Stil natürlich dunkel, ansonsten doch lieber hell oder ein Mittelding? Auch die optische Struktur sollte neben der Farbe bedacht gewählt werden. Soll es eine Holz-, Fliesen- oder doch eher Marmoroptik sein? Es gibt Untergründe und Hintergründe in unzähligen Varianten und in den verschiedensten Materialien zu kaufen. Das Tolle ist, dass du deinen Untergrund und/ oder Hintergrund ganz einfach selbst machen kannst. Du brauchst nur ein Holzbrett und kannst dies mit einer Farbe deiner Wahl anmalen. Ich habe ein selbstgemachtes weißes Holzbrett als Untergrund und nutze, wenn ich einen Hintergrund benötige, was auch nicht immer der Fall ist, einfach eine weiße Styroporplatte. Ich habe gleich zwei Styroporplatten, weil ich neben dem Hintergrund noch eine weitere als Reflektor nutze. Sprich: Wenn ich mein Set mit dem abzulichtenden Essen bei Tageslicht neben dem Fenster aufbaue, stelle ich parallel zum Fenster die Styroporplatte als Reflektor auf, damit das Essen von allen Seiten gleichmäßig beleuchtet wird und keine unschönen Schatten entstehen. Das ist echt ein Foodfoto-Lifehack :-)!

Props für Foodfotos

Unter Props fällt im Prinzip alles, was man für sein Fotoset braucht, um das Essen perfekt in Szene zu setzen. Dazu zählt z.B. Geschirr, wie Teller, Becher, Gläser, Besteck, Milchkännchen, Tortenplatte u.A., aber auch Deko wie Tücher und Schals, Blumen, Bretter und vieles mehr. Jeder fängt mal klein an, es wird, wenn man dann wie ich zum leidenschaftlichen Foodblogger mutiert schnell mehr und auch schnell zu viel^^. Vielleicht denkst du dir nun: Im Beitragstitel stand doch „ohne Schnick Schnack“ aber Props sind doch Schnick Schnack? Tatsächlich ist ein gewisser Grundstock an Props für ein gutes Foodfoto unerlässlich, ab wann es dann in „Schnick Schnack“ mündet muss jeder für sich selbst entscheiden ;-). Ich habe mittlerweile jede Menge Props, die auch ihren Platz brauchen :-D. Ich bin mir sicher, jeder Foodblogger hat mindestens eine Schwäche für schönes Geschirr. Wo findet man denn aber schönes Geschirr, was nicht zu teuer ist? Kennst du den Laden Sostrene Grene? Dort findet man neben Geschirr auch immer tolle Tücher und anderen Dekokram zu wirklich erschwinglichen Preisen. Aber auch im Internet wird man immer fündig. Ich habe einen Mix aus großen und kleinen, hellen und dunklen Tellern, Besteck in Goldoptik, was super zum dunklen Geschirr passt, Holzbrettern, Schüsseln aus Porzellan oder Kokosnuss, Kännchen, Tüchern und anderem Kleinkram. Im Folgenden verlinke ich dir ein paar Dinge, die ich entweder selber im Bestand habe oder die meinem sehr ähnlich sind.

Ein gutes Bildbearbeitungsprogramm

Um deine Bilder bestmöglichst bearbeiten zu können, brauchst du ein entsprechend gutes Bildbearbeitungsprogramm. Diese gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, ich würde dir auf jeden Fall raten, eines zu kaufen und je nachdem, was du benötigst und welches Zahlungsmodell du bevorzugst, dich entweder für Lightroom (Abomodell, mit das Beste auf dem Markt) oder für eine Alternative zu entscheiden. Ich nutze aktuell ACDSee Photostudio und bin damit auch sehr zufrieden. Mehr dazu werde ich aber nochmal in einem extra Beitrag zum Thema Foodfotografie schreiben.

Ein gutes Smartphone und Handyhalterung

Wie am Anfang schonmal erwähnt, ist das Smartphone mein täglicher Begleiter als Foodbloggerin. Ich nutze es täglich, um auf Instagram oder Pinterest aktiv zu sein – warum das Thema Social Media so wichtig ist, kannst du hier nachlesen, sei es in Form von Kommentaren oder in Form von neuen Beiträgen und Pins, die ich dort hochlade. Schau dich gerne mal auf meinem Instagram– und Pinterest-Profil um und lass dich inspirieren. Da der Trend immer mehr zu Videos und Storys geht, ist es wichtig, ein neueres und funktionsfähiges Smartphone zu haben. Ich erinnere mich noch daran, wie mein Smartphone damals bei Storys immer den Geist aufgegeben und ewig geladen hat. Es war so eine Arbeitserleichterung als das dann mit dem neuen Gerät gar kein Problem mehr war. Auch wenn ich meine Fotos immer mit meiner Kamera mache, greife ich für Videos am liebsten zum Smartphone. Es ist für mich einfacher mit dem Handy zu filmen und die Smartphone Kameras sind heutzutage auch schon echt gut, da lohnt es sich beim Kauf dann aber drauf zu achten, dass man ein entsprechend qualitativ hochwertiges Smartphone auswählt. Ich nutze das iPhone 12 und bin sehr zufrieden. Mit meinem Android-Phone Google Pixel, welches ich davor hatte, bin ich aber auch super klar gekommen. Was ich in dem Zusammenhang beim Filmen auch nicht mehr missen möchte, ist meine Handyhalterung, sodass das Handy z.B. von oben filmt, wie ich ein Rezept kreiere und ich die Hände für die nötigen Arbeitsschritte frei habe.

Ich hoffe sehr, dass dir dieser Beitrag in Bezug auf mögliche offene Fragen zum Thema Foodblogger-Equipment weitergeholfen hat. Wenn du noch weitere Fragen oder Anmerkungen hast, schreibe sie mir gerne in die Kommentare :-).


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