In der Weihnachtszeit gehören selbstgebackene Kekse einfach dazu. Mit meinem Rezept für vegane und glutenfreie Zitronenplätzchen erwarten dich gesunde Kekse mit Kokosblütenzucker gesüßt, die nicht nur schmecken, sondern deinen Körper auch noch mit wertvollen Nährstoffen versorgen.
Gesundes Naschen ist für mich einfach ein Win-Win und ich liebe es, da immer wieder neue Rezepte zu kreieren. Dieses vegane und glutenfreie Plätzchenrezept ist auf jeden Fall super einfach zu machen und sie schmecken einfach köstlich.
In diesem Beitrag teile ich nicht nur das einfache vegane und glutenfreie Plätzchenrezept mit dir, sondern auch noch Tipps und Infos zu den Zutaten.


Vegane und glutenfreie Zitronenplätzchen – darum sind sie so gesund
Nicht jedes vegane und glutenfreie Rezept ist automatisch gesund, wichtig sind alle verwendeten Zutaten, die ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ganz wichtig ist für mich hierbei der Verzicht auf raffinierten Zucker (Haushaltszucker), der beim Plätzchenbacken sonst oft eine der wichtigsten Zutaten ist. Stattdessen habe ich auf eine komplett natürlichere Alternative gesetzt nämlich Kokosblütenzucker.
Plätzchen, die mit Kokosblütenzucker gesüßt sind, enthalten zumindest etwas mehr Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine und Antioxidantien, als jene, die mit weißem Kristallzucker gebacken wurden. Letzterer liefert nämlich nur „leere Kalorien“ und gar keine Nährstoffe.
Das Besondere am Kokosblütenzucker ist, dass du ihn in der Dosierung eins zu eins wie herkömmlichen Haushaltszucker verwenden kannst. Außerdem wird diesem alternativen Süßungsmittel oft nachgesagt, dass er einen niedrigeren Glykämischen Index (GI) als Haushaltszucker habe. Einige Studien z.B. vom Food and Nutrition Research Institute auf den Philippinen teilen, dass Kokosblütenzucker nur einen GI von 35 hat, was deutlich niedriger als jeder vom Haushaltszucker wäre und was bedeuten würde, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr viel geringer ansteigen würde. Es gibt aber auch Studien, die das Gegenteil behaupten und sagen, dass der Unterschied zum raffinierten Zucker nicht ganz so gravierend ausfalle. Insgesamt ist die Studienlage hier aber noch sehr dünn und es gibt keine einheitlichen Ergebnisse.
Ich bin trotzdem ein großer Fan vom Kokosblütenzucker, weil ich zumindest weiß, dass er etwas mehr Nährstoffe als Haushaltszucker aufweist und vielleicht sogar auch einen etwas niedrigeren GI. Außerdem schmeckt er mir sehr gut und ich finde, er eignet sich auch zum Backen sehr gut. In meinen Plätzchen macht er sich jedenfalls wunderbar!
Bei der Auswahl der glutenfreien Mehle habe ich mich für einen Mix aus hellem Reismehl, Hafermehl, Speisestärke und Kokosmehl entschieden. Hier sind verschiedene Nährstoffe abgedeckt. Reismehl enthält einige B-Vitamine (v.a. B1, B3 und B6) und Mineralstoffe wie Magnesium. Hafermehl ist reich an Ballaststoffen, v.a. Beta-Glucanen, pflanzliches Eiweiß, B-Vitamine und Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Eisen und Zink. Die Speisestärke punktet in diesem Rezept vor allem mit seiner Eigenschaft, die Struktur und Textur zu verbessern und für eine bessere Bindung des Teiges zu sorgen. Kokosmehl enthält viele Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiß und Mineralstoffe wie Eisen und Kalium.
Natürlich ist in diesem Rezept auch Zitronensaft enthalten. Dieser sorgt nicht nur für die angenehme leicht zitronige Note, sondern ist auch noch richtig gesund.
Zitronen sind reich an Vitamin C. Dieses ist wichtig für das Immunsystem, gerade in der dunklen und kalten Winterzeit. Es hilft aber auch bei der Eisenaufnahme und ist gut für Haut, Haare und Nägel. Vitamin C wirkt aber auch als starkes Antioxidans und schützt die Zellen somit vor freien Radikalen bzw. oxidativem Stress.


Eigenschaften der im Rezept verwendeten glutenfreien Mehle
Jedes glutenfreie Mehl hat verschiedene Eigenschaften und erfüllt bestimmte Aufgaben im Rezept. Darum kombiniere ich am liebsten auch verschiedene glutenfreie Mehle, um verschiedene Vorteile abgedeckt zu haben.
In meinem Rezept für vegane und glutenfreie Zitronenplätzchen verwende ich Reismehl, Hafermehl, Kokosmehl und Speisestärke. Was auf den ersten Blick vielleicht zu viel oder zu umständlich erscheinen mag, ergibt am Ende absolut Sinn, wenn man sich etwas näher mit den verschiedenen Eigenschaften glutenfreier Mehle beschäftigt.
Reismehl bildet hier quasi eine neutrale Basis und sorgt für eine stabile Grundstruktur.
Hafermehl verbessert die Bindung und bringt nochmal eine ganz eigene Geschmacksnote mit rein.
Speisestärke verbessert die Textur und Bindung des Teiges und gibt diesem eine gute Struktur, damit er nicht auseinander fällt.
Kokosmehl gibt einen süßlichen Geschmack, nimmt viel Flüssigkeit auf und sorgt für eine bessere Bindung.
Da in glutenfreien Rezepten wie es der Name schon sagt kein Gluten, also kein Klebereiweiß, eingesetzt wird, muss in manchen glutenfreien Rezepten, gerade beim Backen, eine Alternative her. In diesem Rezept ist es die Speisestärke, welche für den Strukturaufbau des Teiges verwendet wird. Natürlich geben auch das Reismehl und das Hafermehl Struktur, die Stärke aber ganz besonders. Sie bildet beim Backen ein stabiles Netzwerk, das den Teig zusammenhält und übernimmt somit die Aufgabe, die sonst das Gluten im Weizen gehabt hätte.

Eine kleine Story zur Entstehung des Rezepts
So eine Rezeptentwicklung kann ganz schön viel Arbeit sein. Bei mir ist das besonders beim Backen der Fall, weil die Rezepte zuerst nie so werden, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Insgesamt habe ich dieses Rezept für vegane und glutenfreie Zitronenplätzchen drei mal machen müssen, bis es endlich nach meinen Vorstellungen gewesen ist. Die ersten beiden Versuche habe ich ein paar ganz entscheidende Fehler gemacht, die mir erst später bewusst geworden sind.
Statt Kokosblütenzucker habe ich zuerst in Wasser eingeweichte Datteln genutzt. Dazu habe ich dann noch Sprudelwasser und flüssiges Kokosöl genommen. Insgesamt war der Teig damit viel zu weich und die fertigen Plätzchen wurden schnell zäh und überhaupt nicht mürbe. Diese typisch krümelige Kekskonsistenz hat mir hier total gefehlt. Darum habe ich das Rezept nochmal so stark umgeändert, dass ich bis auf den Zitronensaft kaum noch flüssige Zutaten genutzt habe. Auch das Kokosöl im festen Zustand in Stückchen zum Teig zu geben und dann alles gut durchzukneten war viel besser für die mürbe Konsistenz später als das Kokosöl im flüssigen Zustand.

Verträglichkeit der Zitronenplätzchen
Wie es der Rezepttitel schon sagt, sind die Plätzchen vegan und glutenfrei. Perfekt also für Menschen, die z.B. an einer Milcheiweißallergie, einer Laktoseintoleranz, einer Zöliakie oder einer Glutensensitivität leiden. Außerdem sind keine Allergene wie Soja oder Nüsse in diesem Rezept enthalten.
Ich weiß, wie schwer es manchmal sein kann, wenn man so einige Zutaten nicht verträgt, darum hoffe ich, es dir mit diesem Rezept für vegane und glutenfreie Zitronenplätzchen einfacher zu machen, damit du ganz ohne Angst oder Zweifel loslegen und genießen kannst!


Gemütliches Plätzchenbacken in der Weihnachtszeit
Ich liebe die Vorweihnachtszeit vor allem wegen ihrer gemütlichen Stimmung mit Kerzenlicht, Weihnachtsmusik, Lichterketten usw. Auch eine nette Gesellschaft, mit der man eine Tasse Tee trinken und etwas plaudern kann, tut immer gut.
Mache es dir beim Plätzchenbacken das nächste Mal doch auch so richtig gemütlich mit Weihnachtsmusik, einer heißen Tasse Tee dazu und allem, was für dich noch dazugehört.
Lade dir auch gerne eine Freundin, Mutter oder Schwester ein, wen auch immer du gerne dabei hättest und habt zusammen Spaß am Kekse backen. Zusammen ist es oft noch viel schöner als alleine. Ich finde ja, das schönste an Weihnachtsplätzchen ist nicht das Essen, sondern das Backen und Ausstechen. Auch als Erwachsener ist das immer noch eine schöne Tradition, die ich nicht missen möchte – perfekt, um das innere Kind mal wieder zum Zuge kommen zu lassen.

Tipps für vegane und glutenfreie Zitronenplätzchen zum Backen
Um dir das Backen etwas zu erleichtern und für ein optimales Ergebnis zu sorgen, gebe ich dir nun noch ein paar Tipps zum Backen und zu den verwendeten Zutaten mit an die Hand.
Nutze zum Ausrollen des Teiges etwas extra Reismehl und streue es vorher auf die Arbeitsfläche, sodass der Teig nicht daran kleben bleibt. Auch bei der Teigrolle ist es hilfreich, sie hin und wieder mit etwas Mehl zu bestäuben, damit auch hier nichts kleben bleibt. Tatsächlich hat der Teig von Natur aus aber schon eine so tolle Konsistenz, dass eher wenig kleben bleibt, also entscheide das dann einfach spontan, ob du es brauchst oder nicht.
Wie du es sicherlich von anderen Plätzchenrezepten kennst, macht es Sinn, die Teigreste nach dem Ausstechen nochmals zusammenzufügen und erneut auszurollen. Wir wollen schließlich nichts verkommen lassen :D.
Achte beim Backen unbedingt auf die Zeit und habe am Besten immer einen Blick darauf, da die Plätzchen schnell braun werden. Aber auch das ist ja nichts Neues beim Plätzchenbacken. Auch, wenn im Rezept steht: „150 Grad Umluft bei ca. 10 Minuten“, solltest du damit rechnen, dass sie evtl. schon vorher goldbraun und damit fertig sind. Nimm dir doch am besten einfach diese paar Minuten, um die Kekse dauerhaft im Auge zu haben, dann kann auch nichts schief gehen!
So habe ich die Temperatur und die Backzeit bestimmt: Ich habe die Zitronenplätzchen zunächst bei 170 Grad Umluft ca. 9 Minuten gebacken. Danach waren sie mir aber schon einen Tick zu dunkel. Darum habe ich die Gradzahl für dich auf 150 Grad Umluft gesetzt und die Zeitangabe von ca. 10 Minuten genommen. Ich hoffe, damit jetzt genau ins Schwarze getroffen zu haben!
Du hast kein Kurkuma im Haus? In diesem Rezept erfüllt Kurkuma nur eine kleine Zusatzfunktion, nämlich eine leichte Gelbfärbung des Teiges, was besonders zu Zitronenplätzchen gut passt. Wenn dir das nicht wichtig ist, kannst du es natürlich auch weglassen.
Noch ein ganz wichtiger Tipp zum Schluss, was den Genuss der fertigen Zitronenplätzchen betrifft: Lasse die Kekse nach dem Backen lange genug und komplett auskühlen und lagere sie dann in einer Keksdose. Hier ist es auch immer gut, vorher noch ein Küchenpapier in die Dose zu legen.

Das schöne Weihnachtsgeschirr auf den Bildern
… habe ich dir hier verlinkt. Ich selbst habe es vor ein paar Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen und freue mich seitdem jedes Jahr erneut wieder darüber.

Vegane und glutenfreie Zitronenplätzchen: das einfache Keksrezept für dich
Wenn dir das Rezept gefällt, schreib es mir sehr gerne in die Kommentare. Ich wünsche dir eine wunderschöne und entspannte Weihnachtszeit und natürlich ganz viel Spaß beim Plätzchen backen!
Guten Appetit!
Zutaten
Zubereitung
Anmerkungen
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Du hast Lust auf weitere Keksrezepte? Dann probiere doch auch mal meine gesunden Schokokekse zum Ausstechen aus. Diese sind statt mit Kokosblütenzucker mit Dattelsüße gesüßt.

Deine Kaja
