Reissirup versus Agavendicksaft. Was ist besser zum Süßen?

von Kaja Kowalski
Reissirup versus Agavendicksaft: Zuckeralternativen im Vergleich

Heutzutage gibt es jede Menge alternative Süßungsmittel, die man statt raffiniertem Zucker verwenden kann und über die allesamt viel diskutiert wird. Ob sie jedoch wirklich gesund sind, diskutiere ich in diesem Beitrag am Beispiel der beiden Alternativen Agavendicksaft und  Reissirup. Reissirup versus Agavendicksaft: Was ist besser zum Süßen? Möchte ich überhaupt eine dieser beiden Alternativen zum Süßen verwenden? Wie gesund sind die sogenannten Zuckeralternativen wirklich? Und welche Unterschiede gibt es speziell zwischen diesen beiden Alternativen? Ich hoffe, dass du diese Fragen für dich nach den folgenden Punkten (besser) beantworten kannst. Der klassische Haushaltszucker (Saccharose) wird aus Zuckerrüben gewonnen, die mehrfach raffiniert werden, sodass am Ende der weiße Haushaltszucker dabei herauskommt. Durch die Verarbeitung werden dem Zucker alle Nährstoffe entzogen, sodass am Ende nur noch die Kalorien übrig bleiben. Hierbei handelt es sich um “leere Kalorien”, weil sie ohne Nährstoffe nichts für unseren Körper tun.

Das erwartet dich in diesem Beitrag

  1. Herstellungsverfahren Reissirup versus Agavendicksaft
  2. Inhaltsstoffe und Geschmack Reissirup versus Agavendicksaft
  3. Glykämischer Index (GI) Reissirup versus Agavendicksaft
  4. Diese Produkte verwende ich am liebsten
  5. Zusammenfassung Agavendicksaft
  6. Zusammenfassung Reissirup

Herstellungsverfahren Reissirup versus Agavendicksaft

Agavendicksaft stammt von den mexikanischen Agavenpflanzen. Der Saft dieser Agaven wird abgezapft und zu Sirup eingekocht. Die Farbe variiert von heller zu dunkler. Je dunkler desto stärker schmeckt man das Karamellaroma heraus.

Reissirup wird, wie es der Name schon sagt, aus Reis gewonnen. Der Reis wird gemahlen und mit Wasser und Enzymen versetzt. Die Enzyme haben die Aufgabe, den gemahlenen Reis noch weiter aufzuspalten und zu zersetzen. Die Masse wird erwärmt und die Stärke der Getreidereiskörner in Zuckerstoffe aufgespalten. Diesen Vorgang nennt man auch Fermentierung. Danach wird die Flüssigkeit gefiltert und zu Sirup eingekocht.

Inhaltsstoffe und Geschmack Reissirup versus Agavendicksaft

Agavendicksaft enthält sehr viel Fruktose und viele Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Durch die Fruktose schmeckt diese Zuckeralternative sehr süß und etwas nach Karamell. Der hohe Fruktoseanteil sollte hier definitiv nicht außer Acht gelassen werden. In der Zusammenfassung gehe ich nochmal gesondert auf die Vor- und Nachteile ein. Hier erfährst du, warum Agavendicksaft (Spoiler!) trotz eines niedrigen GI auch schädlich sein kann.

Reissirup enthält dagegen weniger Fruktose, dafür mehr Glucose. Auch er enthält noch ein paar Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen, jedoch in nicht nennenswerter Konzentration. Da er weniger Fruktose enthält schmeckt er auch weniger süß. Dazu ist der Geschmack etwas nussig und malzig.

Glykämischer Index (GI) Reissirup versus Agavendicksaft

Agavendicksaft hat durch seinen hohen Fruktoseanteil einen sehr niedrigen GI von 15, was gut für den Blutzuckerspiegel ist.

Reissirup weist dagegen mit einem GI von fast 100 einen sehr hohen Wert auf. Der Blutzuckerspiegel steigt hier nach der Aufnahme sehr stark an.

Zur Orientierung: Der normale Haushaltszucker besteht aus Glucose (GI= 100) und Fruktose (GI=25). Durch eine Kombination dieser beiden Sorten besitzt er einen GI von 65.

Ein GI von kleiner als 50 gilt als erstrebenswert und besonders niedrig. Dies ist wichtig, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten und Heißungerattacken vorzubeugen.

Diese Produkte verwende ich am liebsten

Beim Reissirup greife ich am liebsten zum Produkt von Reishunger. Wer sich auf den Verkauf von Reissorten spezialisiert hat, hat sicherlich auch guten Reissirup im Sortiment. Geschmack und Konsistenz haben mich überzeugt! Beim Agavendicksaft variiere ich gerne zwischen verschiedenen Marken. Diese hier ist eine meiner Lieblingsmarken. Das Schöne daran, wenn du dich entscheidest, die Produkte online zu bestellen, ist, dass du die Möglichkeit hast, gleich Sets mit mehreren Produkten zu erwerben und dadurch Geld zu sparen. Ich mache das gerne so und stocke mein Vorratslager damit etwas auf :-). Wichtig zu sagen ist mir aber noch, dass ich diese Produkte selber nur bewusst und in Maßen, nicht in Massen, verzehre. Ich weiß durchaus um die Nachteile beider Produkte Bescheid (werde ich im nächsten Punkt nochmal zusammengefasst aufgreifen) und nutze beide daher auch nur begrenzt. Trotzdem haben mich Geschmack und Konsistenz vom Agavendicksaft und Reissirup überzeugt und ich habe für beide gute Einsatzmöglichkeiten gefunden. Trotzdem gilt: Mache dir am besten dein eigenes Bild über die Inhaltsstoffe, Vor-und Nachteile, Geschmack etc. und entscheide dann für dich, ob du diese Produkte nutzen möchtest oder nicht.

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Zusammenfassung Agavendicksaft

Vorteile vom Agavendicksaft

Agavendicksaft eignet sich sehr gut zum Süßen von Getränken, weil er eine flüssige Konsistenz hat, die sich gut auflöst. Er ist ein veganes Naturprodukt und sehr süß. Durch seine hohe Süßkraft braucht man weniger davon als vom raffinierten Haushaltszucker. Durch seinen besonders niedrigen GI steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr weniger stark an. Agavendicksaft enthält viele Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, um von diesen profitieren zu können, müsste man aber schon so viel davon essen, das es wieder sehr ungesund wäre.

Nachteile vom Agavendicksaft

Agavendicksaft ist durch seinen hohen Fruktosegehalt für Menschen problematisch, die Fruktose nicht vertragen. Außerdem kann Fruktose die Entstehung des metabolischen Syndroms (Fettleibigkeit, Diabetes Typ 2) fördern. Im Gegensatz zur Glucose, die von allen unseren Zellen verstoffwechselt werden kann, kann die Fruktose nur von der Leber verstoffwechselt werden. Mit der Zeit überfordert dies die Leber. Um das Verhältnis nochmal zu verdeutlichen: Fruktose enthält ca. 80 % mehr Fruktose als unser normaler Haushaltszucker. Wie bei den meisten Dingen im Leben gilt dies allerdings auch erst ab einer gewissen Verzehrmenge von Fruktose. Zu viel aufgenommene Fruktose kann ab einem bestimmten Punkt nicht mehr in Glucose umgewandelt werden. In Folge dessen wird die Fruktose dann in der Leber zu Fettsäuren verstoffwechselt und begünstigt das metabolische Syndrom. Das gleiche Problem mit dem hohen Fruktoseanteil haben wir auch bei der Apfelsüße bzw. Apfeldicksaft als alternatives Süßungsmittel.

Die Kalorienanzahl des Agavendicksafts liegt mit ca. 310 kcal pro 100 g nicht sonderlich viel unter der des Haushaltszuckers mit 400 kcal pro 100 g, aber immerhin etwas darunter. Reissirup und Agavendicksaft weisen ähnlich viele Kalorien auf.

Agavendicksaft ist zum Backen eher ungeeignet. Der hohe Fruktoseanteil führt dazu, dass Teige nicht so fest werden, wie jene, die mit normalen Haushaltszucker gesüßt werden und der Teig wird schneller und intensiver braun.

Zusammenfassung Reissirup

Vorteile vom Reissirup

Reissirup enthält im Gegensatz zum Agavendicksaft gar keine Fruktose und eignet sich daher besser für Menschen mit einer Fruktoseunverträglichkeit.

Reissirup eignet sich sowohl zum Süßen von Getränken als auch von Backwaren.

Nachteile vom Reissirup

Reissirup ist weniger süß als Agavendicksaft, da er zum einen keine Fruktose und zum anderen mehr Wasser enthält. Dadurch wird davon schnell zu viel genommen, was natürlich dann auch eine erhöhte Kalorienzufuhr zur Folge hat. Zum Vergleich: Die Süßkraft von Reissirup ist etwa nur halb so hoch wie die des Haushaltszuckers. Die Kalorienanzahl des Reissirups liegt mit ca. 300 kcal pro 100 g nicht sonderlich viel unter der des Haushaltszuckers mit 400 kcal pro 100 g, aber immerhin etwas darunter.

Einige Produkte im Laden sind noch zusätzlich mit Zucker angereichert. Darum unbedingt beim Kauf darauf achten, dass dies nicht der Fall ist.

Reissirup hat mit fast 100 einen sehr hohen GI und damit eine sehr starke Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

Reissirup enthält keine nennenswerten Nährstoffe und kaum Mineralstoffe und Vitamine.

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