Ist Kokosöl gesund oder ungesund? – Pro und Contra

von Kaja Kowalski
Ist Kokosöl gesund?

Wie im Beitrag Kokosgenuss versprochen, nehme ich den Hype um das Kokosöl hier nochmal genauer unter die Lupe. Wir klären in diesem Beitrag, ob Kokosöl gesund ist oder doch eher ungesund und ob es als Superfood bezeichnet werden kann.

Was ist dran an der Bezeichnung Superfood Kokosöl, was spricht dagegen und worauf sollte ich beim Kauf achten?

Zunächst fragst du dich vielleicht zurecht, ob es zwischen den Begriffen Kokosöl und Kokosfett einen Unterschied gibt. Streng genommen gibt es den. Zwar drücken beide Begriffe nahezu dasselbe aus, nur mit einem anderen Aggregatzustand. Kokosöl ist bei Raumtemperatur fest und wird dann eher als Kokosfett bezeichnet,im erhitzten Zustand wird es flüssig und heißt dann Kokosöl. Auch wenn die Begriffe synonym verwendet werden, gibt es noch einen Unterschied. Beim Kokosfett entfernen industrielle Maschinen geruchs-und geschmacksgebende Bestandteile, beim Kokosöl dagegen nicht. Dadurch ist Kokosöl naturbelassener. Zudem trägt es meist die Bezeichnung „Natives Kokosöl“, was kaltgepresst und naturbelassen ist, sodass die Qualität besonders hochwertig ist.

Achte beim Kauf also unbedingt auf die Bezeichnung Kokosöl mit dem Zusatz nativ / virgin oder kaltgepresst, da hier die gesunden Fette, Vitamine und Geschmacksstoffe noch bestens erhalten sind.

Dieses Kokosöl verwende ich gerne

Ich bestelle mit meist sehr große Gläser Kokosöl, weil ich einen sehr hohen Verbrauch habe und dann nicht ständig neu kaufen muss.   Klicke hier*  für ein 800 ml Glas hochwertiges Kokosöl.

Kokosöl – von fest zu flüssig

Ab einer Temperatur von 25 Grad wird Kokosöl flüssig.  Dieser Vorgang ist ganz natürlich und keineswegs bedenklich! Möchtest du dein flüssiges Kokosöl im Sommer gerne wieder etwas fester haben, brauchst du es nur  einmal gut durchschütteln und im Kühlschrank abkühlen und fest werden lassen.   Warum ist das Kokosöl überhaupt bei Raumtemperatur fest und andere Öle flüssig? Ganz einfach, das liegt an dem Schmelzpunkt der in den Ölen enthaltenen Fettsäuren. Im Kokosöl kommen überwiegend gesättigte Fettsäuren vor. Diese haben einen höheren Schmelzpunkt als ungesättige Fettsäuren, wie sie zum Beispiel im Olivenöl überwiegend vorkommen. Darum ist Kokosöl bei Raumtemperatur fest und wird erst bei höheren Temperaturen flüssig.  Die Folgenden Bilder zeigen das Kokosöl einmal im flüssigen und einmal im festen Zustand.

flüssiges Kokosöl
festes Kokosöl /Kokosfett

Ein Vorteil vom Kokosöl bedingt durch den höheren Schmelzpunkt ist, dass du  das Kokosöl besonders gut zum Braten oder Backen verwenden, da es durch die überwiegend gesättigten Fette im Gegensatz zu anderen Ölen sehr hitzebeständig ist.

Kokosnuss_Kokosöl

Was sagen die Befürworter des Kokosöls? Darum ist Kokosöl gesund.

  • Es ist nahezu die einzige Nährstoffquelle für gesättigte Fette mit mittlerer Kettenlänge, die sogenannten MCT-Fette. Kokosöl besteht zu 50 % aus Laurinsäure (MCT-Fett).
  • MCT-Fette sind ausschlaggebend für die gesundheitsfördernde Wirkung des Kokosöls.
    -> Sie töten Keime und Mikroben ab. Daneben regen sie die Gedächtnisleistung an und verringern das Alzheimer-Risiko, da sie die Gehirnzellen  mit mehr Glucose versorgen. Sie eignen sich sogar zum Abnehmen, da sie nicht, wie bei anderen Fetten üblich, in Fettpolstern angelegt werden, sondern anhand von Ketonkörpern sofort in Energie umgewandelt werden können. Die MCT-Fette gelangen nämlich direkt ungespalten zur Leber, werden sofort oxidiert und zur Energiegewinnung genutzt.

Wie argumentieren die Gegner des Kokosöls? Darum ist Kokosöl ungesund.

  • Die American Heart Association warnt in einer Studie vor zu viel gesättigten Fetten im Kokosöl. Sie empfiehlt: Nehme statt gesättigten Fetten  lieber ungesättigte Fette zu dir, da diese einen höheren Omega-3-Anteil aufweisen, wie Oliven,-Raps- oder Leinöl. Gesättigte Fette erhöhen neben dem guten HDL-Cholesterin auch das schlechte LDL-Cholesterin und ein zu hoher Cholesterinspiegel führt zu Herz-Kreislauferkrankungen.

und das sage ich…;-)

Besonders positiv finde ich den energieliefernden Effekt des Kokosöls. Ganz ehrlich, wer träumt nicht davon, von aufgenommenem Fett, statt lästigen Pölsterchen, einen Energieschub zu bekommen?! Nebenbei hält es uns auch noch gesund und stimuliert unser Gehirn. Ist es nicht toll, dass man Alzheimer mit Kokosöl verhindern und auch beheben kann? Vielleicht sollten bewusst auch ältere Menschen etwas Kokosöl benutzen, um die Gedächtnisleistung zu verbessern. Ganz kalt lassen mich die Zweifel der American Heart Association aber natürlich auch nicht.

Kokosnuss - Teller mit Kokosöl und Kokosraspeln und Kokosmehl im Hintergrund.

Mein Fazit

Ich benutze sehr gerne Kokosöl zum Kochen und Backen und schätze die positiven Eigenschaften, wenn man es im Rahmen verzehrt und nebenbei auf eine ausgewogene Ernährung und einen abwechslungsreichen Ölverzehr achtet. Mit abwechslungsreich meine ich, dass man in erster Linie mehr ungesättigte Fette in Form von Leinöl, Oliven- oder Rapsöl verzehren sollte. Wenn dies der Fall ist, kann man auch gerne mal zum Kokosöl greifen. Es kommt wie immer auf den gesunden Mix von MCT-Fetten (gesättigt) und ungesättigten Fetten an, wobei du definitiv mehr ungesättigte als gesättigte Fette zu dir nehmen solltest.

Mehr zum Thema Fette kannst du hier nachlesen.

2 Kommentare

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2 Kommentare

Margitta 2. September 2019 - 11:53

Super erklärt, Kaja.
Vielen Dank dafür und liebe Grüße

Margitta

Antworte
Kaja Neumann 2. September 2019 - 14:46

Vielen Dank für dein Feedback Margitta!! Das freut mich sehr:)

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