Wie du Fressattacken vermeiden kannst – Ursachen und Tipps!

von Kaja Neumann
fressattacken vermeiden

Da hältst du dich tagelang an deinen Diätplan, doch plötzlich schaufelst du wie ferngesteuert alles in dich hinein? Tröste dich, denn mit diesem Problem bist du nicht alleine. Wir alle kennen dieses plötzliche Verlangen nach Essen, nach Süßem oder Salzigem oder sogar beidem. Wenn man sich dann ein Stückchen Schokolade oder etwas Herzhaftes gönnt, ist das völlig ok. Man sollte sich nicht alles verbieten! Unschön wird es aber, wenn das Essen in eine Art regelrechtem Fressen übergeht. Man kann sich kaum noch zügeln kann und schaufelt willenlos alles in sich hinein. Wie du Fressattacken vermeiden kannst, erfährst du hier!

Als erstes sollst du wissen: Auch wenn du quasi dein eigener Herr über deinen Körper bist, bist du während einer Fressattacke doch geistig eher abwesend. Dies ist auch der Grund, warum du nur so schwer aufhören kannst und die Grenzen überschreitest. Dass du überhaupt erst in diese Situation gelangst, hat aber nichts mit deinen Stärken oder Schwächen zu tun. Im Gegensatz, du bist nicht schuld an einer Fressattacke! Es ist ganz wichtig, dass dein Selbstbewusstsein dadurch nicht einknickt. Und wir alle kennen dieses Gefühl nur zu gut. Nachdem alle Vorräte aufgefuttert wurden, nagen die Selbstzweifel an uns und lassen uns keine Ruhe mehr. Warum konnten wir den Anfall nicht stoppen? Wieso mästen wir uns selbst? Diese und weitere Gedanken verunsichern einen. Dabei können wir selbst gar nichts dafür. Warum nicht? Lies weiter…;-)

Was sind die Ursachen von Fressattacken?

Ursache 1) Mangelernährungen

Ein sehr häufiger Grund sind Mangelernährungen. Damit meine ich jetzt nicht speziell untergewichtige Menschen, vielmehr aber unterernährte Menschen in Bezug auf gewisse Nährstoffe. Somit können durchaus auch übergewichtige Menschen Nährstoffmängel aufweisen. Wenn man sich immer nur von Fast Food ernährt, ist es plausibel, dass dem Körper jede Menge Vitamine und Mineralstoffe fehlen. Diese einseitige Ernährung findet man auch oft bei Vegetariern, Veganern oder sonstigen speziellen Ernährungsweisen vor. Damit möchte ich niemanden in die Mängel nehmen. Ich rede nur von Spezialfällen, die sich eben keine Gedanken darum machen, wie sie ihre einseitige Ernährungsweise wieder ausbalancieren können. Genau diese Menschen erleiden dann eben auch einen Nährstoffmangel. Ebenso Magersüchtige, die bewusst wenig Essen zu sich nehmen und sich gewisse Lebensmittel regelrecht aus ihrem Essensplan streichen, sind meist unterversorgt an Nährstoffen.

Was haben all diese Menschen, die einen Nährstoffmangel erleiden nun gemeinsam? Ihr Körper signalisiert ihnen in Form einer Fressattacke, dass es so nicht weiter gehen kann und versucht krampfhaft aus besonders viel und vielfältiger Nahrung Nährstoffe zu ziehen. Diese Art von zwanghafter Nährstoffzufuhr wird auch als „hidden hunger“ bezeichnet. Der Hunger, der versteckt schon lange in dir geschlummert hat und nun zum Vorschein kommt sozusagen. Gesteuert wird dein Körper in der Situation einer Fressattacke von Hormonen, die dein Körper in Folge der Unterversorgung mit Nährstoffen ausschüttet. Du fühlst dich also nicht nur trieb gesteuert, sondern bist es sozusagen auch tatsächlich. Insofern mach dir nicht zu viele Vorwürfe, wenn es mal so weit kommt, dass du dich nicht mehr zügeln kannst. Lerne lieber daraus und höre in Zukunft mehr auf deinen Körper, sodass es gar nicht mehr so weit kommt!

Ursache 2) Soft Drinks

Ein weiterer Auslöser für Fressattacken sind Soft Drinks. Das süße Zeugs schmeckt einfach gut und kann auch ruhig ab und an genossen werden. Es sollte jedoch etwas Besonderes sein und man sollte darauf achten, bloß nicht zu viel davon zu trinken. Denn Soft Drinks wie Cola, Fanta und Co. enthalten jede Menge „leerer Kalorien“. Das sind Kalorien, die du dir quasi auch sparen könntest, weil sie für deinen Körper keinen Nährwert haben. Sie bestehen aus den sogenannten Einfachzuckern, die sofort vom Körper verstoffwechselt werden, wodurch der Blutzucker rasant in die Höhe steigt. Fast genauso schnell sinkt er danach aber auch wieder ab, sodass sich die Unterzuckerung gleich anschließt. Dadurch verlangt dein Körper nach besonders viel Nahrung, insbesondere nach Zucker und Kohlenhydraten, um den Blutzucker schnell wieder anzuheben. Du merkst schon, damit begibst du dich schneller in einen Teufelskreis als du denken kannst. Darum versuche am Besten, Soft Drinks weitestgehend zu meiden.

Wie kann ich Fressattacken vermeiden?

1.)  Esse regelmäßig und ausgewogen, sodass du in keine Unterversorgung mit Nährstoffen gerätst.

2.) Esse bewusst und langsam, sodass du die Sättigung, die erst nach 20 Minuten eintritt, auch wahrnimmst und nicht zu viel isst und dich hinterher mit einem Völlegefühl rumplagen musst.

3.) Trinke genug Wasser! Kein Scherz, es hilft wirklich. Oftmals verwechseln wir Hunger mit Durst. Auch wenn es schwer vorstellbar ist, ist da was dran. Wenn du also das Verlangen nach Essen hast, obwohl du eigentlich schon genug gegessen hast, trinke lieber etwas Wasser, um deinen Magen zu füllen.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Höre auf deinen Körper und gib ihm, was er braucht. Genieße in Maßen und vergiss das Trinken nicht! Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag entweder einige Sorgen, was das Essen anbelangt abnehmen, oder dich vor diesen auch in Zukunft bewahren.

Wie beuge ich Fressattacken vor? Teller mit Keksen

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